Toilettengebühr bei Ryanair
Posted by admin | Posted in Airlines | Posted on 27-02-2009
Tags:Gebühr, Lufthansa, Ryanair, Stiftung Warentest
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Neuigkeiten von Europas größtem Billigflieger Ryanair: Zukünftig möchte der Chef Michael O’Leary jeden Gang zur Bordtoilette abkassieren und zwar mit jeweils einem Pfund (etwa 1,10 Euro). Denkbar seien Münzschlitze an den Toilettentüren. Wenn man am Bahnhof die Toilette benutzt, wird ja schließlich auch gezahlt, so der Ryanair-Chef. Allerdings wird da oft auch nur die Hälfte verlangt.
Ziel ist es wohl, die Passagiere regelrecht zu erziehen. Da die Ryanair-Flüge oft nicht länger als eine Stunde dauern, könne man vor und nach dem Flug auf die Toilette gehen. Damit verhindere man das ständige Aufstehen und Hinsetzen in der Kabine und lange Schlangen vor den WC-Türen. Und was ist mit Notfällen und Leuten mit Flugangst? Sollen die auch dazu erzogen werden, sich vorher am Flughafen auf der Toilette zu erholen? Na ja, dann muss die Münze im Flieger eben immer griffbereit sein. Oder eben auch die Kreditkarte. O’Leary’s Meinung über Kundenwünsche: “Wenn er Extras haben will, soll er sie separat bezahlen. Das ist wie beim Autokauf”. Kritik oder Spott werden Michael O’Leary jedenfalls nicht von seiner Idee abbringen.
Jedenfalls wird die Gebühr Ryanair nicht gerade beliebter machen. Schon jetzt erreichte die Airline in einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics zur Beliebtheit von Fluglinien gerade mal einen Wert von minus 37 BrandIndex-Punkten. Die Lufthansa erhielt im Vergleich dazu als beliebteste Airline 76 BrandIndex-Punkte.
Die sonst so günstige Airline ist bekannt für ihre vielen Zusatzgebühren. Kunden zahlen zum Beispiel extra für aufgegebenes Gepäck, Kreditkartenzahlung oder für die Benutzung des Schalters am Flughafen. Der “Telegraph” schätzt, Ryanair werde 2009 nur durch Gepäck- und Buchungskosten etwa 650 Millionen Pfund (728 Millionen Euro) verdienen. Ein aktueller Test der Stiftung Warentest mahnt insbesondere die mangelnde Preistransparenz des Billigfliegers an.

